Jedes Mal, wenn du online einkaufst, ein Konto eröffnest, etwas googelst, in sozialen Netzwerken interagierst oder smarte Geräte, öffentliches WLAN und KI-Tools nutzt, hinterlässt du Spuren. Dabei entstehen persönliche Informationen – sogenannte Personendaten –, die gesammelt, ausgewertet, weitergegeben und im schlimmsten Fall missbraucht werden.
Plötzlich bekommst du Spam-Anrufe, Phishing-E-Mails oder Smishing-Nachrichten. Du erhältst Warnungen über Datenlecks – und im Extremfall nutzt jemand deine Kreditkarte, bucht Reisen oder versucht sogar, Verträge und Kredite auf deinen Namen abzuschliessen.
2025 sind digitale Fussabdrücke riesig – und anfälliger denn je. Online-Privatsphäre ist deshalb längst kein Luxus mehr, sondern ein wichtiges Thema für alle.
In diesem Guide findest du alles, was du über Online-Privatsphäre wissen musst:
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Was sind Personendaten und was bedeutet „digitaler Fussabdruck“?
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Wer sammelt deine Daten – und warum?
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Was passiert, wenn deine Informationen in falsche Hände geraten?
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Was bedeutet Daten- und Informationsschutz konkret?
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Gibt es Gesetze zum Datenschutz (auch in der Schweiz)?
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Was du selbst tun kannst, um dich besser zu schützen

Was sind Personendaten und was ist dein digitaler Fussabdruck?
Dein digitaler Fussabdruck umfasst alle Informationen über dich, die durch deine Online-Aktivitäten entstehen oder online verfügbar sind. Man spricht manchmal auch von „digitalen Abgasen“ – weil bei der Nutzung des Internets, ähnlich wie bei einem Auto, ständig Rückstände entstehen: Datenpunkte, die dich direkt oder indirekt identifizieren können.
Deine Daten werden unter anderem gesammelt über:
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Websites (Cookies, Tracking-Pixel, Session-Recording)
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Mobile Apps (Berechtigungen, Hintergrund-Tracking, Datenaustausch)
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Soziale Netzwerke (Likes, Shares, Interessenprofile, Social Graphs)
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Smarte Geräte (z. B. Smart-TV, Wearables, Sprachassistenten)
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KI-Tools (AI-Chatbots, Generatoren, Texterkennung)
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Öffentliches WLAN und Standortdaten (Tracking über Netzwerke und Geräte)
Was zählt als Personendaten (PII)?
Ein Teil deines digitalen Fussabdrucks sind Personendaten (auch: persönliche Informationen / „Personally Identifiable Information“, kurz PII).
Personendaten sind grundsätzlich alle Informationen, mit denen eine Person identifiziert, wiedererkannt oder eindeutig zugeordnet werden kann – entweder direkt (Name) oder indirekt (Kombination aus Merkmalen wie Ort + Gerät + Verhalten).
Typische Beispiele für Personendaten sind:
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dein vollständiger Name, frühere Namen und Alias-Namen
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Geburtsdatum, Geburtsort sowie weitere persönliche Merkmale (z. B. Religion, Herkunft, Aktivitätsmuster)
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Informationen zu Arbeit und Beruf
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medizinische Daten und Gesundheitsinformationen
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Ausbildungs- und Finanzdaten
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Identifikationsnummern (z. B. Ausweisnummern, Führerscheinangaben)
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deine Wohn- und Lieferadressen
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Telefonnummern und E-Mail-Adressen
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IP-Adresse oder MAC-Adresse
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biometrische Daten (Fotos, Fingerabdrücke, Gesichtserkennung)
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Autokennzeichen oder Registrierungsnummern
Stärkung des Bewusstseins für Datenschutz
Bewusstsein für digitalen Datenschutz stärken
Wir stellen Schulungen und verlässliche Ressourcen bereit, damit Menschen aller Altersgruppen ein solides Verständnis für Datenschutz entwickeln – von grundlegender Online-Sicherheit bis hin zu fortgeschrittenen Tools wie VPN-Schutz, sicheren Browsern und Tracking-Schutz.
Spezialisierte Unterstützung für unterschiedliche Zielgruppen
Unsere Inhalte richten sich an ein breites Publikum – darunter Eltern, Lehrpersonen, Kinder, Jugendliche sowie besonders schutzbedürftige Gruppen. Wir bieten praxisnahe und leicht verständliche Empfehlungen, die auf typische Risiken und Alltagssituationen abgestimmt sind.
Engagement und Zusammenarbeit in der Gemeinschaft
Wir fördern den Austausch und ermutigen unsere Community, sich aktiv mit Datenschutzrechten auseinanderzusetzen, an Aufklärungskampagnen teilzunehmen und sich für verantwortungsvolle digitale Standards einzusetzen – für eine sichere und faire Online-Umgebung für alle.

